FinWest I mit Verbandsliga-Krimi

Beim knappen Sieg in Verden stockte der Atem

Dieses Match wird keine der beiden Mannschaften so schnell vergessen. An sieben der acht Bretter lief im Vergleich von Verden I und FinWest I alles so, wie Schach-Mannschaftskämpfe eben laufen. Aber an Brett acht war alles anders. Fast zwanzig Züge lang Extremzeitnot, Beide Könige in Mattnetzen gefangen, komplizierteste Verwicklungen, die sekundenschnell bewältigt werden mussten. Und dann ein unglückliches Ende für Verden. Der tragische Held des Tages: der Verdener Fabian Wetjen, der glückliche Held: der Findorffer Sören Behrens. Der Respekt der Zuschauer galt beiden. Dass FinWest mit 4,5:3,5 die Oberhand behielt, war schon fast Nebensache. Aber eine Nebensache, die die Bremer strahlen ließ – und als Tabellenzweiter ein ungewohntes FinWest-Gefühl aufkommen ließ: Endlich mal keine Abstiegssorgen!

Zwei nach der Papierform ziemlich gleichwertige Teams traten in der zweiten Runde der Verbandsliga Niedersachsen/Bremen aufeinander. Und so ging nach schnellen Unentschieden zwischen dem FinWestler Benjam Kaufmann und dem Verdener Michael Hävecker sowie des Bremers Karsten Ohl gegen Torsten Vetter an den Brettern drei und vier alles den erwarteten Gang. Kurz darauf trickste Viktor Gesswein an Brett zwei den Verdener Ulf-Thea Fuhrmeister aus, indem er den Angriff auf seine Dame cool ignorierte, eine Gegendrohung aufstellte und damit eine Figur und die Partie gewann.

Aber die Führung der Bremer währte nicht lange. Malte Hentrop setzte an Brett sieben seine Dame weit unter Wert für das Decken von Bauern ein, übersah in deshalb schlechter Stellung eine Drohung der Verdeners Herbert Campe und weg war der Punkt. Dann konnten Detlef Ryniecki (an Brett sechs gegen Olaf Schmidt) und Uwe Körber (gegen Harald Palmer an Brett sechs) Stellungsvorteile nicht zu ganzen Punkten und damit zur Führung für FinWest umsetzen. Also jeweils Unentscheiden. Das Remis von Christoph Duchhardt am Spitzenbrett war mit genauer Verteidigung sogar schwer erkämpft, weil Verdens Matthias Westphal heftigen Druck gegen den weißen König erzeugt hatte. Also erstmal 3,5:3,5.

Doch nun konzentrierte sich nach soviel schiedlicher Friedlichkeit umso mehr Dramatik am letzten Brett. Dort hatte Fabian Wetjen mit Weiß Sören Behrens am Königsflügel überspielt. Aber der Bremer widersetzte sich dem scheinbar unaufhaltsamen Untergang. Behrens investierte eine Figur und mehrere Bauern, bis plötzlich der unrochierte weiße König in einem Mattnetz vom schwarzen Trio Dame, Turm und Läufer verharren musste. Und beide mussten sich mit kompliziertesten Fragen auseinandersetzen. Gab es für den materiell übermächtigen Weißen Opfermöglichkeiten, um der schwarzen Mattmaschine zuvor zu kommen? Konnte der schwarze König sich einen einzigen Zug lang vor weißen Mattdrohungen abschirmen, um der schwarzen Dame einen tödlichen Hieb zu ermöglichen? Mehrfach führten die Kontrahenten ihre Züge buchstäblich in letzter Sekunde aus, und in der Traube der Mannschaftskollegen, die Brett acht umstanden, war niemand, der in die Rolle von Behrens oder Wetjen schlüpfen wollte. Der fand trotz alledem die Rettungsgasse. Er opferte die Mehrfigur und ein paar Bauern und verstellte erst der Bremer Armada einen Zug lang den Weg, lenkte dann die Dame ab, tauschte sie ab und erlangte eine Gewinnstellung fürs Endspiel. Doch dann das Unfassbare: den Gewinnzug führte er einen Sekundenbruchteil zu spät aus. Zeitüberschreitung, aus, vorbei, Sieg für Behrens, 4,5:3,5 für FinWest. So spannend kann Schach sein.

Karsten Ohl

1. Runde BMM 2019/20: FinWest 2, 3 und 5: Licht und Schatten wechseln sich ab

Am 29.9.2019 begann die diesjährige Bremer Mannschaftsmeisterschaft. In der ersten Runde trafen wir in der Stadtliga gleich auf den haushohen Favoriten von Kirchweyhe2, in deren Aufstellung gleich zehn Spieler mit einer DWZ über 2000 gemeldet sind. Das wollte sich unser Neuzugang Long Lai Hop dann auch nicht nehmen lassen und trat am ersten Brett gegen die U16-Mädchenweltmeisterin Nomin-Erdene Davaademberel an. Ein tolles Erlebnis, aber leider musste er sich nach knapp drei Stunden doch geschlagen geben. Ähnlich ging es auch den anderen. Wir konnten uns zwar lange halten, aber am Ende konnte sich nur Jan Klüver gegen seinen Gegner, der auch 350 DWZ mehr hatte durchsetzen und uns so den Ehrenpunkt retten. Auch Joachim Kropp hatte das Remis eigentlich schon sicher, fand aber im gleichfarbigen Läuferendspiel mit 5 Bauern noch eine Verlustvariante. Schade war auch, dass wir nur mit sechs Spielern antreten konnten, da der siebte noch kurzfristig ausfiel. An den letzten beiden Brettern hätten wir sogar eine reale Gewinnchance gehabt. So stand es aber am Ende 1:7.

Genau umgekehrt machte es unsere 3. Mannschaft, die im letzten Jahr aus der A-Klasse abgestiegen war. Aufsteiger SG Riede/Thedinghausen hatte zu keinem Zeitpunkt eine Chance und so konnten Thorsten Ahlers, Frank Schindehütte, Werner Oswald, Jan Ricardo Kropp, Horst Grün und Erich Casties ihre Partien nach Hause schieben, während Eward Mantei und Wilfried Volbert je einen halben Punkt zum souveränen 7:1-Sieg beisteuerten. Nach der schwierigen letzten Saison macht dieser Sieg Mut für die kommenden Runden.

Das überraschenste Ergebnis schafft aber FinWest 5, die den haushohen Favoriten aus Stotel/Loxstedt empfingen. Die Stoteler, die früher immer mindestens in der A-Klasse gespielt haben, haben leider zunehmend Probleme, eine vollständige Mannschaft zu stellen. Und so haben sie sich wohl entschlossen, in der untersten Klasse zu starten, in der eine Mannschaft nur aus vier Spielern besteht.  Zwar hatten wir unsere Mannschaft mit Niklas Fröhlich am ersten Brett verstärkt, aber der 250 Punkte stärkere Wilfried Gerdes erwies sich dann doch zu stark für ihn. Dafür konnte sich völlig überraschend Tomke Foerster gehen den ebenfalls 250 Punkte stärkeren Helmut Döscher und Karl-Heinz Schubert am 4. Brett durchsetzen, sodass wir plötzlich 2:1 führten. Vorbildlich war dann der Einsatz von Justus Siebert am 3. Brett. Auch wenn er im Turmendspiel zwei Bauern weniger hatte, kämpfte er doch sehr lange und war von allen drei Mannschaften der letzte, der seine Partie beendete. Zwar musste er sich am Ende geschlagen geben, aber das 2:2-Endergebnis war mehr als ein toller Erfolg.

Gez. Joachim Kropp

FinWest 4 verliert deutlich gegen Leherheide 3 mit 1:5

Der Tag ging für Marianne und mich richtig angenehm los. Wir mussten ja in Bremen keine Spieler mehr einsammeln und konnten uns die „Rundreise“ ersparen. Also starteten wir erst um 8:00 Uhr statt wie sonst üblich um 7:00 Uhr. Die Fahrt war ganz entspannt und gemütlich. Es gab keine Lastwagen und keinen Stau auf der Autobahn und so haben wir uns auf der rechten Spur einsortiert und waren pünktlich um 9:45 am Spielort. Erfreut haben wir am Eingang das Schild „Geschlossene Gesellschaft“ zur Kenntnis genommen. Es war somit nicht mit Störungen wie im vergangenen Jahr zu rechnen.

Um 10:00 waren die Leherheider vollständig, wir aber nur mit Brett 5 und 6 vertreten. Nach 5min Wartezeit wollte Raik endlich beginnen und ich habe unsere Mannschaft dann in den Spielbericht eingetragen. Er war schon beim Vorlesen der Paarungen, als wir durch das Fenster den Rest unserer Mannschaft ankommen sahen. Also abbrechen und noch mal von vorne.

Ich habe sehr schnell gemerkt, dass ich an diesem Tag keine Chance gegen Holger Nemeyer hatte. Gefühlt war jeder Zug von ihm besser als meine Antwort. Schließlich war ich so eingekesselt, dass ich nach seinem 30. Zug aufgegeben habe. Nach meinem Spiel kommt für mich ja immer die lockere Phase, in der ich mir in Ruhe die anderen Spiele anschauen kann. Mariannes Spiel gegen Christian Heuer konnte ich leider nicht mehr sehen, denn sie stand fast gleichzeitig mit mir auf und hatte ebenfalls verloren.

So waren noch vier Partien für mich zum Genießen. Mein erster Eindruck war, dass Werner gegen Leon Klimanov deutlich im Vorteil war, Dennis schien gegen Alexander Wildt etwas im Nachteil. Helmut gegen Elmar Fritzsche und Ricarda gegen Raik Döhler konnte ich nicht beurteilen. Die spielen ja auch oberhalb meines Zuständigkeitsbereiches.

Nach diesem ersten Rundgang hab ich mir meine mitgebrachten Brote genommen und bin nach draußen zum zweiten Frühstück. Mütze und Regenschirm hatte ich ja dabei.

Danach wurde es bei Werner so interessant, dass ich die anderen Spiele nicht mehr mitbekommen hatte.

Für Werner drohte Grundreihenmatt in zwei Zügen. Allerdings war er am Zug und konnte mit Figurengewinn und gleichzeitigem Schachgebot den gegnerischen König so zwischen seine Bauern und Figuren treiben, dass der am Ende zwangsläufig ins Schach Matt laufen müsste. Das hat er auch ganz konsequent durchgezogen bis auf den einen Zug. Da stand ein Bauer so frei, dass Werner nicht widerstehen konnte den zwischendurch mal eben zu schlagen. Darauf folgte dann das o.g. Grundreihenmatt.

In der Zwischenzeit hatten auch Dennis und Helmut ihre Partien verloren. Ricarda rettete uns dann das Ehrentor.

Anschließend wollten Marianne und ich noch durch den Fischereihafen spazieren und in einem Fischrestaurant etwas essen oder auch nur ein Fischbrötchen auf die Hand, haben aber aufgrund des Regens darauf verzichtet.

Kinder Vereinsmeisterschaft 2019

Die Kinder-Vereinsmeisterschaft wurde dieses Jahr in sechs Vorrunden nach dem Schweizer System ausgespielt. Danach hatten sich die ersten beiden –Niklas Fröhlich und Vorjahresmeister Tammo Stindt- für die Endrunde A qualifiziert mit jeweils 5,5:0,5 sehr souverän vom Verfolgerfeld abgesetzt und konnten den Kindervereinsmeister ausspielen. Hier setzte sich Niklas mit 2:0 gegen Tammo durch und konnte dieses Mal den Titel erringen. Die nächsten vier qualifizieren sich für die Meisteranwärtergruppe, alle weiteren spielten in der Kandidatenklasse. Die Punkte aus der Vor- und der Endrunde wurden jeweils zusammengezählt und sind für die Platzierung in der jeweiligen Endrunde entscheidend.
Leider stiegen gerade als es spannend wurde einige Kinder aus dem Turnier aus. Im Anwärterturnier ging es trotzdem spannend zu. Hier konnte sich Enes Gökalp am Ende in einem Stichkampf gegen Alan Hossen durchsetzen. Das Kandidatenturnier konnte Ciwan Hossen für sich entscheiden.

Tabelle nach 6. Runde

PlatzNameSpieleGew.RemisVerl.Pkt.BW
1Tammo Stindt65105,5:0,518,5
2Niklas Fröhlich65105,5:0,516,0
3Enes Gökalp53023:2
4Alan Hossen63033:318,0
5Jermain Kwarteng63033:312,5
6Umutcan Kaya32012:1
7Adrian Klingenberg52032:315,5
8Igor Kwoka52032:312,5
9Ciwan Hossen62042:4
10Ben Simon Eggers21011:1
11Gabriel Kwoka31021:29,5
12Nils Schnitzler31021:25,0
13Ilias Hakki10100,5:0,50,5
13Hanno10100,5:0,50,5
15Stefano Nadi30030:36
15Tarik Yilmaz30030:36

Endrunde der Kinder-Vereinsmeisterschaft 2019

Nach der Vorrunde spielten wir in diesem Jahr eine Endrunde. Für die Einordnung in die jeweilige Gruppe war das Ergebnis der Vorrunde maßgeblich. In jeder Endrunde spielte  jeder gegen jeden. Am Ende wurden alle Pluspunkte in der jeweiligen Gruppe und der Vorrunde zusammengezählt (ausgesetzte Partien in der Vorrunde zählten hier also nicht mehr). Bei Punktgleichheit um den Gruppensieg gab es einen Stichkampf mit einer Gewinnpartie. Auf die Kinder warteten anschließend tolle Preise. Der Vereinsmeister bekam neben einem Pokal auch noch eine Schatzkarte in Erinnerung an unseren langjährigen Kinderwart Gerold Menze, der Zweitplatzierte immerhin noch eine Schatzkarte. Auch die Sieger der Anwärter- und der Kandidatenklasse konnten zwischen einem Pokal und einer Schatzkarte wählen. Darüber hinaus erhielten alle einen Sachpreis und eine Urkunde. 

Spiel um den Kindervereinsmeister

5.9.2019    Tammo – Niklas    0:1

19.9.2019 Niklas   – Tammo 1:0

Daraus resultieren die folgenden Endtabellen:

Meisteranwärterklasse

Platz
Name
SpGVPkt.
1Enes Gökalp9636,0
2Alan Hossen10555,0
3Umutcan Kaya6424,0
4Jermain Kwarteng6333,0

Kandidatenklasse

Platz
Name
SpGVPkt
1Ciwan Hossen9545,0
2Igor Kwoka8353,0
3Tarik Yilmaz6242,0
4Nils Schnitzler6151,0

Platz 13: Adrian Klingenberg
Platz 14: Ben Simon Eggers
Platz 15: Gabriel Kwoka
Platz 16: Ilias Hakki und Hanno

Norddeutsche Vereinsmannschaftsmeisterschaft vom 11.9. bis 15.9.2019 in Magdeburg

Nach drei Jahren Pause konnte sich die U12-Mannschaft des SK Bremen-West endlich einmal wieder für die Norddeutsche Vereinsmannschaft qualifizieren. Auch wenn unsere Erwartungen nicht so hoch waren, wollten sich Niklas Fröhlich, Tammo Stindt, Umutcan Kaya und Allen Hossen doch so gut wie möglich verkaufen. Schade war allerdings, das Enes Gökalp als 5. Spieler keine Erlaubnis für die Fahrt bekommen hatte. Er hätte uns vielleicht noch helfen können.

1. Tag

Bei unserer Ankunft gab es gleich eine positive Überraschung. Wir standen in der Setzliste immerhin auf Platz 18 von 20 Mannschaften, d.h. zwei Mannschaften hatten im Durchschnitt eine noch kleinere DWZ-Zahl als wir – allerdings nur geringfügig. In der ersten Runde mussten wir gegen die an Platz acht gesetzten SK Lehrte antreten. Wie zu erwarten war –immerhin hatten die Lehrter im Schnitt fast 300 DWZ mehr, gab es hier noch nichts für uns zu gewinnen: Endergebnis 0:4. Auch in der zweiten Runde war der „SV Glück auf Rüde“ deutlich stärker als wir. Trotzdem sah es gar nicht so schlecht aus. Tammo und Umutcan mussten sich erst nach langem Kampf
geschlagen geben und Alan erreichte sogar ein Endspiel, dass klar gewonnen war. Doch leider hatten wir Endspiele wohl noch nicht ausreichend geübt und er berechnete die Stellung falsch. Immerhin konnte Niklas am ersten Brett seinen ersten Punkt einfahren. Das sah doch alles nach einer Steigerung aus.

Unser Pech begann aber schon während der Runde. Alan hatte plötzlich Zahnschmerzen, was natürlich auch die Konzentration beeinträchtigt. Noch schlimmer wurde es in der Nacht, als Umutcan plötzlich mit einem Magen-Darm-Infekt zu kämpfen hatte und innerhalb einer halben Stunde das Krankenbett hüten musste. Das versprach nichts Gutes für den nächsten Tag.

2. Tag

Heute sollte es in der 3. Runde gegen die SAV Torgelow gehen, die in der Rangliste einen Platz unter uns standen. Doch der Tag begann nicht gut. Umuctan hatte die Infektion so lahm gelegt, dass er nicht spielen konnte. Ausgerechnet gegen einen direkten Konkurrenten mussten wir zu dritt
antreten! Doch die Runde sollte noch bitterer werden und ging ebenfalls mit 0:4 verloren.

Nachdem Umutcan bis um kurz vor ein Uhr geschlafen hatte, stieg unsere Laune dann aber wieder an, denn er füllte sich deutlich besser und konnte am Nachmittag gegen den Raisdorfer SG wieder unser Team unterstützen, und zwar nicht nur körperlich, sondern indem er seinen ersten Punkt
erobern konnte. Leider reichte es auch dieses Mal nicht, da seine Mitspieler wieder verloren. Das war eindeutig nicht unser bester Tag. Besonders ärgerte sich Alan Hossen, der zum dritten Mal nacheinander eine gute Stellung nicht zu einem Punktgewinn führen konnte. Aber in Wirklichkeit
zeigt das Turnier nur die deutlich höhere Qualität. Während auch Bremer Ebene ein Fehler schon mal leichter ausgebügelt werden kann, ist das bei der Norddeutschen wesentlich schwieriger.

3. Tag

Nachdem der psychologische Druck nach den Niederlagen etwas kleiner geworden war, trafen wir in der 5. Runde auf die zweite Mannschaft des Landesschachbundes Bremen. In der U12- Mannschaftsmeisterschaft im Februar hatten uns die Werderaner glatt mit 4:0 weggefegt, obwohl
wir zuletzt zumindest nur knapp verloren hatten. Wir waren also alles andere als der Favorit. Und tatsächlich musste Umutcan Kaya als erster die Segel gegen Arved Burwitz streichen. Ein Blick auf die weiteren Bretter machte aber durchaus Mut. Niklas stand gegen Samuel Pfeffer noch im
Remisbereich, Tammo hatte eine Dame, der Gegner Mattes Detjen allerdings dafür drei Leichtfiguren und Alan Hossen steuerte gegen Jurek Günther auf ein Bauernendspiel mit zwei Mehrbauern hin. Schon nach kurzer Zeit begannen die Erfolgsmeldungen. Tammo konnte seinen
Gegner mit dessen freundlicher Mithilfe mattsetzen und Niklas konnte Samuel ein Remis abtrotzen. Nun hing alles von Alan ab. Und tatsächlich ließ er dieses Mal nichts anbrennen und gewann souverän. Dieser Sieg hatte gleichzeitig die schöne Nebenwirkung, dass nun alle mindestens einen Punkt auf dem Konto hatten.

In der sechsten Runde ging es gegen die Schachfreunde Groß-Schönebeck wieder heiß her, dieses Mal unterlagen wir allerdings mit 1,5:2,5. Dieses Mal kam Alan als erster unter die Räder. Zwar konnte Tammo gleich seinen zweiten Sieg einfahren – dieses Mal sogar wesentlich überzeugender
als in der Vorrunde und auch Niklas erreichte am ersten Brett wieder einen halben Punkt, doch nach verbissenem Kampf und 2 Stunden und 40 Minuten musste sich Umutcan schließlich geschlagen geben. Alles in allem war dies aber der bisher erfolgreichste Tag und zeigte, dass wir durchaus mit einigen Teams mithalten konnten.

4. Tag

Auch in der letzten Runde wurde es noch einmal spannend. Mit dem KSV Rochade Göttingen hatten wir zwar einen Gegner, der im Schnitt 100 DWZ-Punkte mehr hatte, aber in diesem Teilnehmerfeld war das noch eine der machbaren Aufgaben. Doch erneut spielte Alan Hossen viel zu schnell und war schon nach 40 Minuten abgefertigt. Zwar hatte er keine gute Stellung und eine Leichtfigur gegen einen Bauern verloren, aber er war wohl zu entnervt um noch weiterzukämpfen. Auch Tammo Stindt zog nach den Erfolgen in den letzten beiden Runden dieses Mal den kürzen.
Deshalb half uns Niklas Remis am ersten Brett nicht mehr wirklich weiter. Dafür zeigt aber Umutcan Kaya wieder Kampfgeist und konnte sich nach fast drei Stunden durchsetzen. So stand es am Ende wieder 1,5:2,5. Damit hatten wir unsere eigenen Ziele klar verfehlt und wurden letzter. Aber immerhin haben die letzten drei Runden gezeigt, dass wir durchaus mit den anderen Mannschaften mithalten können. Das macht vielleicht für das nächste Jahr Mut.

Alle Ergebnisse und die Tabelle kann man hier einsehen.

Findorffer Schachtag und weitere Schachturniere in den Sommerferien

Der „Findorffer Schachtag“ findet am 10. August 2019 (Sa) statt und geht von 9:30 bis maximal 22:30. Für die Turnierspieler in unseren Reihen hier nun auch eine kleine Übersicht weiterer Turniere im Sommer: 

3. Gerold-Menze-Gedächtnisturnier

So langsam wird das letzte Wochenende vor den Sommerferien ein fester Termin bei den Bremer Schachspielern. Konnte der SK Bremen-West bei den ersten beiden Turnieren noch jeweils ca. 30 Spieler begrüßen, fanden sich dieses Mal am Ende 59 Schachbegeisterte ein. Doch nicht nur die Quantität hat zugenommen, auch die Qualität in der Spitze. So konnten wir mit David Höffer und Markus Lammers einen FM und einen IM interessieren, wobei sich der FM dieses Mal hauchdünn durchsetzen konnte. Auch zwei Spieler unseres Verein gingen an den Start. Dabei konnte Long Lei Hop eine ausgezeichneten 7. Platz belegen, aber auch Ravi Stimatz konnte mit dem 23. Platz zufrieden sein, immerhin hatte er die zweitniedrigste DWZ.

Erfreulichen großen Zuspruch fand auch das B-Turnier, in dem man mit einer DWZ bis 1300 starten konnte. Dies hätte unseren langjährigen Kinderwart Gerold Menze sicherlich besonders gefreut. Hier setzte sich unser ehemaliges Mitglied Tilo Wettlaufer vor Patrick Schultz (Loxstedt/Stotel) und Herbert Röhl (Bremen-Nord) durch. Auf dem 4. und 6. Platz landeten mit Alan Hossen und Tammo Stindt aber schon zwei unserer Kinder, die sich gegen die Erwachsene hervorragend behaupten konnten.

Endtabelle A-Gruppe

RangTeilnehmerTitelTWZVerein/OrtSRVPunkteBuchhSoBerg
1.Höffer,DavidFM2313Delmenhorster S7208.048.543.25
2.Lammers,MarkusIM2308MSA Zugzwang 828018.048.040.00
3.Jostes,Marko 2056Bremer SG von 16126.548.030.50
4.Jonnek,Thomas 2009SF Bremer Osten4325.551.027.25
5.Tronnier,Michael 1914SF Leherheide v4325.545.023.75
6.Yavarpoor,Mohamma 1775SF Bremer Osten5135.544.524.25
7.Lai Hop,Long 1852SK Bremen-West5135.544.521.25
8.Müller,Wolfgang 1937SK Bremen-Nord4325.543.024.25
9.Stieglitz,Dirk 2009Bremer SG von 13425.048.523.00
10.Plath,Jan 1811Bremer SG von 13425.041.020.00
11.Bokelmann,Joachim 1899Findorffer Sfr4235.040.520.00
12.Maeder,Christian 1835SAbt TV Eiche H4235.038.518.75
13.Michelitsch,Mario 1481SAbt SV Werder 3334.549.522.00
14.Milerman,Vladimir 1518SF Bremer Osten2524.545.019.50
15.Röhl,Manfred 1650SK Bremen-Nord3334.541.517.00
16.Kizilirmak,Okyar 1695SF Bremer Osten4144.541.017.25
17.Ohl,Karsten 1891Findorffer Sfr4144.539.016.50
18.Bakiyev,Diyar 1402SF Bremer Osten4144.534.514.75
19.Klemm,Robert 1734Bremer SG von 12434.045.018.50
20.Milde,Lars 1842SAbt SV Werder 4054.040.513.00
21.Nanninga,Stephan 1592SSG Stotel/Loxs4054.040.015.00
22.Glück, Jörn   3244.035.512.25
23.Stimatz,Ravi 1353SK Bremen-West4054.031.59.00
24.Bröcker,Linus 1323SAbt TV Eiche H4054.030.58.50
25.Barseghyan,Narek 1451SF Bremer Osten3153.532.59.50
26.Kohn,Matthias 1704SF Bremer Osten3153.532.57.50
27.Toppke,Olaf 1421SSG Stotel/Loxs2253.035.08.25
28.Nemeyer,Holger 1182SF Leherheide v2072.031.55.00
29.Fasmers,Ralf 1699 2072.029.55.50

Endtabelle B-Gruppe bis 1300 DWZ

RangTeilnehmerTWZVerein/OrtSRVPunkteBuchhSoBerg
1.Wettlaufer, Tilo  9009.051.051.00
2.Schultz,Patrick1268SSG Stotel/Loxs7027.047.533.00
3.Röhl,Herbert1287SK Bremen-Nord5226.050.529.25
4.Hossen,Alan1022SK Bremen-West6036.047.525.50
5.Detjen,Mattes1137SAbt SV Werder 6036.041.522.00
6.Stindt,Tammo952SK Bremen-West4325.554.031.00
7.Schubert,Karl Hei994SK Bremen-West5135.549.526.00
8.Barseghyan,Suren1252SF Bremer Osten4235.053.025.25
9.Zimmer,Tim792SAbt SV Werder 4235.048.023.50
10.Sent,Sascha SSG Stotel/Loxs5045.046.020.50
11.Schrage, Phoenix Sfr Bremer Oste4235.042.021.00
12.Voelpel,Alexander SAbt SV Werder 5045.042.020.00
13.Kück,Alexander1138Bremer SG von 15045.039.517.00
14.Bodnar,Sviatoslav904SAbt TV Eiche H4235.038.519.25
15.Moyshenzon, Igor  4144.543.019.50
16.Hossen,Ciwan748SK Bremen-West4144.531.010.00
17.Chintala, Rishith Bremer Osten2434.040.016.50
18.Sieweke,Justus978Findorffer Sfr4054.039.512.50
19.Plath,Erik SAbt SV Werder 4054.038.513.00
20.Gökalp,Enes785SK Bremen-West4054.037.012.50
21.Varkal,Shaheen SAbt SV Werder 4054.035.58.50
22.Hergert, Nikita  3244.032.510.50
23.Gulamzada,Elmir796SAbt SV Werder 3153.530.56.00
24.Stimatz,Ramji Ilj SK Bremen-West3063.037.06.50
25.Fischer,Anna SAbt SV Werder 2253.026.04.25
26.Bruckermann,Sonja SAbt SV Werder 2162.529.02.50
27.Kruse, Leon  1081.029.50.00
28.Goldbach, Ragnar  0090.034.50.00

Alan Hossen erreicht den 3 Platz in der U10 der Bremer Jugendeinzelmeisterschaft 2019

Großer Erfolg für den SK Bremen-West bei der diesjährigen Jugendeinzelmeisterschaft. In der U10 konnten Alan Hossen, Igor Kwoka und Jermain Kwarteng die Plätze 3-5 belegen und mussten sich am Ende nur dem Sieger Mattes Detjen (Werder) und dem Vize Justus Lumma (OT) (der bei unserem letztjährigen Gerold-Menze-Gedächnisturnier in der B-Gruppe auch schon den 3. Platz erreicht hatte) geschlagen geben. Komplettiert wurde unser Teilnehmerfeld von Adrian Klingenberg (Platz 10) und Ciwan Hossen auf Platz 15. Bedenkt man, dass auch die beiden erst neun bzw. knapp acht Jahre alt sind, dann lassen die Ergebnisse für die nächsten Jahre auf viele weitere gute Platzierungen hoffen. Einen weiteren Nebeneffekt hatte das Turnier außerdem – alle Teilnehmer konnten ihre erste bzw. zweite DWZ erreichen, die die Spielstärke widerspiegelt. Zwar musste Alan Hossen trotz der guten Platzierung einen leichten Verlust auf 1022 hinnehmen, aber dafür bestätigt das Turnier die Zahl ebenso wie bei Jermain, der zurzeit auf 891 Punkte kommt. Auch Igor Kwoka konnte hoch einsteigen und hat jetzt 973 Punkte, auch Adrian (772) und Ciwan (748) können mit ihrem Ergebnis durchaus zufrieden sein.

Vereinsmeisterschaft SK Bremen West 2019

Diesen Monat hat unsere neue VM begonnen. Leider gehen in der Meisterklasse dieses Mal nur neun Spieler an den Start – und mit Jake Bokelmann sogar zum ersten Mal ein Schachfreund aus unserer Spielgemeinschaft mit den SF aus Findorff. Und hier gab es auch gleich eine faustdicke Überraschung. In seiner ersten Partie musste sich Jake gleich mit einem Remis gegen Jan Ricardo Kropp begnügen, der 500 DWZ-Punkte weniger besitzt. Und dabei hatte er noch Glück, weil die Partie eigentlich klar verloren war. Doch er bewies seine Kämpferqualitäten und fand noch durch ein Opfer ein Patt. Hier alle Paarungen. Die ersten Ergebnisse der Basisklasse folgen in Kürze.