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Start Mannschaftsbetrieb 1. Mannschaft Auf verlorenem Posten Klare Verbandsliga-Niederlage von FinWest I gegen Werder IV

Auf verlorenem Posten Klare Verbandsliga-Niederlage von FinWest I gegen Werder IV

Es kam wie erwartet. „Wenn Werder IV auch nur annähernd in stärkster Besetzung antritt, stehen wir auf verlorenem Posten“, war man sich bei FinWest I vor der Verbandsligabegegnung gegen die Bremer Nachbarn einig. Entsprechend verzichtete Mannschaftsführer Uwe Körber darauf, sich bei der Stadtliga-Truppe FinWest II um Verstärkung für die „Erste“ zu bemühen. Eine gute Wahl, wie sich herausstellte. Denn die Niederlage wäre auch mit einem verstärkten Team unabwendbar gewesen. So wurde es eben eine 1,5:6,5-Klatsche, aber einer Spielklasse weiter unten hatte FinWest II damit die Chance auf einen Mannschaftspunkt gegen Varrel I und nutzte sie.

Tatsächlich bot Werder IV beinahe Bestbesetzung auf. Nur Brett sechs musste ersetzt werden. Aber auch so waren die Gastgeber an allen Brettern nach DWZ klar überlegen. Dennoch geriet FinWest unnötig schnell in Rückstand: Alireza Shabani hatte einen rabenschwarzen Tag, vergeigte an Brett fünf als Weißer gegen Anastasia Erofeev erst ein Damengambit und übersah dann in verlorener Stellung ein Simpelmatt. Ein Brett höher verteidigte sich Karsten Ohl in einer Pirc-Partie zäh gegen Werders Andre Büscher. Der verspielte in der Eröffnung eine Chance auf Positionsvorteil und man einigte sich schließlich auf ein Remis.

Doch ein paar Minuten später vergrößerte sich der Rückstand von FinWest weiter. Viktor Gesswein ließ sich an Brett zwei von Detlef Schötzig in eine passive Stellung drücken und benötigte am Rande des Abgrunds zu viel Zeit zum Überleben. Prompt überschritt Gesswein das Bedenkzeitlimit – im Zeitalter des Inkrements eine Seltenheit. Dann erwischte es Christoph Duchhardt an Brett eins. Dessen Gegner Reiner Franke entschied sich für ein exotisches Abspiel der sizilianischen Maroczy-Variante, was Duchhardt verunsicherte und zu Ungenauigkeiten trieb. Die Folge: schwache weiße Felder, schwarze Türme auf der zweiten Reihe und Drohungen mit Tod und Verderben auf „g2“. Das ergab zwei Minusbauern für Weiß und den Sieg für Schwarz – obwohl noch ein paar taktische Gemeinheiten zu umschiffen waren.

Ähnlich das Schicksal von Sören Behrens. Gegen Werders Udo Hasenberg bekam auch er es mit einem Eröffnungsexoten zu tun, nämlich dem sizilianischen Flügelgambit (2. b4). Und Behrens verhedderte sich an Brett acht ähnlich wie sein Kollege Duchhardt ganz vorne. Hasenberg errang durch sein Gambit großen Entwicklungsvorsprung und holte den vollen Punkt.

Dann wieder Kosmetik durch Uwe Körber an Brett sechs. Optisch schien er als einziger FinWestler Siegeschancen zu haben. Doch sein Gegner Gerald Jung glich das Mittelspiel durch einen harmlos daherkommenden, aber brandgefährlich Bauernzug aus. Körbers Remis musste an diesem trüben Adventssonntag schon als Highlight verbucht werden, zumal fast zeitgleich Benjamin Kaufmann am dritten Brett gegen Sascha Pohlmann strauchelte. Kaufmann geriet in einen Angriffswirbel, doch dem Werderspiele unterliefen Ungenauigkeiten. Die Analyse ergab später, dass Kaufmann sich verteidigen konnte – aber am Brett fand er den Ausweg nicht. Prompt lag FinWest 1:6 zurück.

Immerhin winkte bei Detlef Ryniecki an Brett sieben ein versöhnlicher Schluss. Im Endspiel gegen Carsten Ballandies hatte Ryniecki zwar einen Minusbauern - aber bei ungleichfarbigen Läufern. Eigentlich ein sicheres Remis. Doch die beiden weißen Freibauern auf der a- und der h-Linie hätten Rynieckies Läufer für einen winzigen Augenblick überfordern können. Aber Ballandies übersah die kurz aufblitzende Chance und machte den falschen Zug. Also doch remis und damit 6,5:1,5 für die Gastgeber. Nun geht es für FinWest gegen Verden um Sein oder Nichtsein.

Karsten Ohl

 

 
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